Kühne + Nagel: CO₂-neutrale Transporte seit 2020

Wir bieten unseren Kunden umweltfreundliche, nachhaltige und innovative Supply-Chain-Lösungen, die unseren CO₂-Fußabdruck verringern und Stakeholdern helfen, ihre eigenen mutigen Umweltziele zu erreichen.

Die globale Erwärmung wirkt sich dramatisch auf unsere natürlichen Ökosysteme aus. Wir brauchen mutige und schnelle Maßnahmen, um dies zu ändern. Die Logistikbranche trägt 7 % zum weltweiten CO₂-Ausstoß bei. Als Branchenführer verpflichten wir uns, unseren Beitrag durch ehrgeizige Klimaschutzziele zu leisten, um die Zukunft kommender Generationen zu sichern.

Mit unserem Net Zero Carbon-Programm führen wir unsere jahrzehntelangen Bemühungen fort, unseren ökologischen Fußabdruck zu verringern. Es ist ein wichtiger Bestandteil unserer Initiativen zum Umweltschutz. Im Mittelpunkt steht der Weg zur CO₂-Neutralität.

 

 

 

Unsere Ziele

Mit unserem Net Zero Carbon-Programm initiieren wir die CO₂-Reduktion bei Transport- und Logistikdienstleistungen weltweit. Zusätzlich zu unserer eigenen CO₂-Neutralität ermöglichen wir damit Kunden die Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks in ihrer Lieferkette. Wir setzen neue digitale Plattformen ein und fördern die Auswahl von Transporten mit geringerem CO₂-Ausstoß.

CO₂-neutral für eigene Emissionen seit 2020
Seit 2020 sind wir CO₂-neutral für alle direkten und indirekten Emissionen weltweit. (Scopes 1 und 2 der Greenhouse Gas Protokoll Initiative).

CO₂-neutral einschließlich unserer Zulieferer- und Kundenemissionen bis 2030
Darüber hinaus wollen wir die in Scope 3 des GHG-Protokolls enthaltenen Emissionen neutralisieren, indem wir unsere Zulieferer (Fluggesellschaften, Reedereien und Speditionen) dabei unterstützen, bis 2030 CO₂-neutral zu sein.

Der erste Schritt wird die CO₂-Neutralität aller Stückgut-Containerladungen (LCL) sein. 

 

 

"Wir alle sind verantwortlich für die Umwelt, für unser Ökosystem und vor allem für die Menschen – sowohl im geschäftlichen als auch privaten Bereich.

Wir als Unternehmen arbeiten mit unserem Net Zero Carbon-Programm stetig daran, den CO₂-Ausstoß zu senken und nachhaltige sowie innovative Lieferkettenlösungen anzubieten."

Dr. Detlef Trefzger, Chief Executive Officer
Kühne + Nagel International AG

Unser Weg zur CO2-Neutralität: Transparenz, Reduzierung, Kompensation

Unser Weg zur vollständigen CO₂-Neutralität bis 2030 hat begonnen. Mit unserem Net Zero Carbon-Programm bieten wir umweltfreundliche, nachhaltige und innovative Supply Chain-Lösungen, die den CO₂-Ausstoß Ihrer Lieferkette reduzieren..

Lesen Sie unseren Nachhaltigkeitsbericht 2018 und erfahren Sie mehr über unser Engagement für Nachhaltigkeit.

Unser Fahrplan zur CO2-Neutralität bis 2030 

TRANSPARENZ

CO2-Rechner. Um Entscheidungen im Sinne des Umweltschutzes zu treffen, ist es wichtig, sich seines CO₂-Fußabdrucks bewusst zu sein. Daher werden unseren Kunden die versandbezogenen Emissionen auf unseren CO₂-Kalkulationsplattformen vollständig sichtbar gemacht. Das ermöglicht ihnen den CO₂-Ausstoß zu reduzieren, indem sie für ihre Transporte beispielsweise emissionsärmere Schiffe und Routen wählen.

SeaExplorer – Digital Sustainability Platform. Unser SeaExplorer bietet Einblicke in das weltweit größte Seefracht-Servicenetz sowie vollständige Transparenz über Ihre schifffahrtsbedingten Emissionen. So können Sie bei ihrer Routenplanung die Services mit dem geringsten CO₂-Ausstoß wählen. Ebenfalls bietet die Plattform einen Einblick über die Einhaltung der IMO 2020-Verordnung Ihres Schiffes. Erfahren Sie mehr über den SeaExplorer.

 

REDUZIERUNG

Umweltfragen sind ein wesentlicher Bestandteil unseres Qualitätsmanagements. So sind wir an mehr als 200 Standorten weltweit ISO 14001 zertifiziert.

Unser Programm zur Reduzierung von direkten und indirekten Emissionen umfasst u.a.:

  • Fortschrittliche Technologien wie Solarenergie und Abfallentsorgung in allen neuen Logistikzentren
  • Nutzung erneuerbarer Energien
  • Schulungsprogramme zur Erhaltung und Erweiterung des Umweltbewusstseins unserer Mitarbeiter
  • Videokonferenzen als Alternative zu Geschäftsreisen

 

KOMPENSATION

Trotz unserer Bemühungen lassen sich CO₂-Emissionen nicht zu 100 % vermeiden.

Durch die Kompensation von CO₂-Emissionen können Unternehmen und Einzelpersonen den CO₂-Ausstoß ihrer Sendung, der nicht durch Einsparungen vermieden werden kann, ausgleichen. Kühne + Nagel investiert in Projekte auf der ganzen Welt, die zum Ausgleich der Treibhausgasemissionen beitragen. CO₂-Gutschriften werden erstellt, um nachzuweisen, dass eine bestimmte Menge CO₂ kompensiert und die Sendung somit CO₂-neutralisiert wurde.

Erfahren Sie mehr.


 

Fragen und Antworten zur CO₂-Neutralität von Kühne + Nagel

Wie genau will Kühne + Nagel seine Klimaziele erreichen?

Wir werden unsere Klimaziele durch eine Kombination aus CO₂-Reduzierung und Kompensation erreichen, die auf einer verbesserten CO₂-Tranzparenz basiert. Dies steht im Einklang mit unserem übergreifenden Programm zum Schutz der Umwelt, einschließlich der Reduzierung des Stromverbrauchs, des Wasserverbrauchs und der Wiederverwertung von Abfällen. Das Kernelement für umweltfreundlichere Entscheidungen ist es, den CO₂-Fußabdruck in jedem Schritt der Wertschöpfungskette zu berücksichtigen und zu verfolgen. Daher sind die schifffahrtsbedingten Emissionen für unsere Kunden in unseren SeaExplorer- und CO₂-Rechnerplattformen vollständig transparent und wir arbeiten Hand in Hand mit Fluggesellschaften, Reedereien und Speditionen, damit auch Sie ihre CO₂-Bilanz verbessern können.


Trotz aller Anstrengungen können CO₂-Emissionen nicht zu 100 % vermieden werden. Unser CO₂-Ausgleichsprogramm ermöglicht es Kunden, ihre CO₂-Emissionen vollständig kompensieren. Hierfür investieren wir in eine Reihe von Umweltprojekten.

Ist CO₂-Neutralität das einzige Ziel, das Kühne + Nagel anstrebt?

Unser Ziel für 2030 ist die Neutralisierung unserer CO₂-Emissionen und die unserer Kunden. Kühne + Nagel hat sich zusätzlich dazu entschlossen, die CO₂-Bilanz der Transporte seiner Zulieferer wie Fluggesellschaften, Reedereien und Speditionen proaktiv zu berücksichtigen. Wir haben uns dazu verpflichtet, umweltfreundliche Initiativen in unsere täglichen Aktivitäten auf der ganzen Welt einzubinden und unsere Kunden dabei zu unterstützen, ihre eigenen mutigen Umweltziele zu erreichen.

Produziert Kühne + Nagel seit 2020 kein CO₂ mehr?

Als Logistikdienstleister werden wir weiterhin CO₂ produzieren. Das ist unvermeidlich. Aber: Seit 2020 neutralisieren wir unsere direkten CO₂-Emissionen. Dies erreichen wir durch CO₂-Reduktionen und CO₂-Kompensationen.

Was ist das Treibhausgasprotokoll?

Das vom World Resources Institute (WRI) und dem World Business Council on Sustainable Development (WBCSD) entwickelte Treibhausgas-Protokoll (GHG = Greenhouse Gas Protokoll) ist die international anerkannteste und am häufigsten angewandte Methode für die Emissionsberechnung. Das Protokoll setzt damit einen globalen Standard für Unternehmen, wie Treibhausgasemissionen gemessen, verwaltet und gemeldet werden sollen.

Was sind Scope 1, 2 und 3?

Das GHG-Protokoll hat die Treibhausgasemissionen in drei Kategorien unterteilt:

Scope 1, 2 und 3.

Scope 1 - Direkte Emissionen von Aktivitäten, die Eigentum des Unternehmens sind oder von diesem kontrolliert werden, z. B. Firmenwagen

Scope 2 - Indirekte Emissionen, die durch Aktivitäten des Unternehmens erzeugt werden aber  Eigentum eines anderen Unternehmens sind, z. B. Ankauf von Strom

Scope 3 - Andere indirekte Emissionen aus nicht vom Unternehmen kontrollierten Aktivitäten, z. B. Aktivitäten von Zulieferern 

Was ist das GLEC-Framework?

Unter der Leitung vom Smart Freight Center (SFC) wurde 2014 der Global Logistics Emissions Council (GLEC) von Interessengruppen aus der Industrie, Verbänden und führenden multinationalen Unternehmen gegründet. Ziel ist es, eine universelle und transparente Methode zur Berechnung der Logistikemissionen zu schaffen. Das GLEC-Framework ermöglicht Unternehmen, den eigenen CO₂-Fußabdruck sowie Kosten und Zeit zu verstehen, um die beste Transportmethode für Waren zu bestimmen und die effizientesten Frachtführer auszuwählen.


Das GLEC-Framework basiert auf Methoden, wie CEN 16258, Clean Cargo Working Group, IATA RP 1678 und SmartWay. Außerdem stützt es sich auf Ergebnisse des EU-finanzierten Projekts COFRET und des US-amerikanischen National Cooperative Freight Research Programms. 

Ist das Kühne + Nagel Net Zero Carbon-Programm geprüft und zertifiziert?

Ja, das Net Zero Carbon-Programm wurde extern nach der Norm ISO 14064-3 verifiziert und zertifiziert.

Wie berechnet sich beispielsweise der CO₂-Ausstoß für den Seefrachtverkehr?

Derzeit verwenden wir die vom SeaExplorer und dem Carbon Calculator bereitgestellten Daten, die auf den Rechnungslegungsstandards der Clean Cargo Working Group (CCWG) basieren.

Basis und Methodik zur Berechnung von Schiffsemissionswerten

Der Emissionswert für jedes Schiff wird mit einer angepassten Version des Energy Efficiency Design Index EEDI der IMO berechnet. Das Modell schätzt den Kraftstoffverbrauch der Hauptmotoren des Schiffes und geht davon aus, dass der gesamte Kraftstoffverbrauch in CO₂ umgewandelt wird. Für die Schätzung des Kraftstoffverbrauchs stützt sich das Modell auf Daten von Anbietern wie Clarksons, die Informationen zur  Motorleistung, zum spezifischen Kraftstoffverbrauch (wie viel Kraftstoff für eine Leistungseinheit benötigt wird), zur Schiffskonstruktion, zur Geschwindigkeit und zur Nennkapazität liefern. Für eine CO₂-Emission pro Containerebene geht das Modell von einer ähnlichen Kapazitätsauslastung für alle Schiffe aus. Die Emissionen werden pro km angegeben. Multipliziert man diese Zahl mit der für ein Schiff zurückgelegten Entfernung, ergibt sich eine Schätzung des CO₂-Ausstoßes auf einer bestimmten Route pro TEU.

Wie funktioniert Kompensation genau?

Trotz unserer Bemühungen lassen sich CO₂-Emissionen nicht zu 100 % vermeiden. Bis eine vollständige Reduzierung von CO₂ technisch realisierbar ist, bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit, CO₂-Emissionen ihrer Sendungen vollständig auszugleichen. Kühne + Nagel investiert in Projekte auf der ganzen Welt, die zum Ausgleich der Treibhausgasemissionen beitragen. CO₂-Gutschriften werden erstellt, um nachzuweisen, dass eine bestimmte Menge an CO₂-Emissionen kompensiert und die Sendung damit CO₂-neutralisiert wurde. Wir haben eigene Naturprojekte in Myanmar und Neuseeland gestartet und kaufen Kredite aus einem globalen Portfolio von Umweltprojekten. Diese Projekte sind geprüft und unterliegen anerkannten Standards.

In welche Projekte investiert Kühne + Nagel?

Wir arbeiten mit verschiedenen NGOs und Entwicklern zusammen, um unsere Kunden dabei zu unterstützen, ihren eigenen Weg zur CO₂-Neutralität zu finden. So kooperieren wir mit Naturprojekten auf der ganzen Welt, die dazu beitragen, die Treibhausgasemissionen zu senken, die Lebensgrundlage lokaler Bevölkerungen zu verbessern und die biologische Vielfalt zu bewahren. Diese Projekte werden von unabhängigen Organisationen mit den höchsten international anerkannten Standards überprüft und basieren auf den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs).

Sind Kompensationen nicht eine Form von Ablasshandel?

Natürlich ist es besser, CO₂-Emissionen zu vermeiden als sie zu kompensieren. Der CO₂-Ausgleich ist jedoch kein Ablasshandel. Er ermöglicht die Kompensation von unvermeidbaren Emissionen und führt insgesamt zu mehr Klimaschutz.

Welche Rolle spielt die Aufforstung für die Einsparung von CO₂-Emissionen?

Ein Hektar Wald filtert bis zu 50 Tonnen Ruß und Staub aus der Luft, erzeugt rund 100.000 Kubikmeter neues Grundwasser, setzt jährlich 15 bis 30 Tonnen Sauerstoff frei und bindet 10,6 Tonnen CO₂. Es reicht nicht aus, die Abholzung der globalen Waldbestände zu stoppen, um den Temperaturanstieg in unserer Atmosphäre zu reduzieren. Die Natur hat das Potenzial, bis 2030 mehr als ein Drittel der Klimaproblematik aufzufangen. Naturbasierte Lösungen umfassen alle Aktivitäten in Zusammenhang mit dem Schutz oder der Wiederherstellung natürlicher Ökosysteme wie Wälder und Wiesen, um die CO₂-Konzentration in der Atmosphäre zu senken.

Wir verpflichten uns, den Schutz der Umwelt durch unser Ausgleichsprogramm zu unterstützen.

[Quelle: American Association for the Advancement of Science; The Nature Conservancy]